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CHRONIK 1951 - 2006 Motorsport-Club Neustadt an der Donau e.V. im ADAC |
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1. Von der Gründung bis zu den ersten Erfolgen - Die Anfänge des MSC 2. Der MSC Neustadt plant das erste Sandbahnrennen 3. Der MSC macht sich einen Namen als Veranstalter von Sandbahnrennen 4. Aufstellung einer Bundesligamannschaft mit dem MSC Abensberg 1973/74 5. Bau und Eröffnung des Anton-Treffer-Stadions 6. Rückkehr in die Speedway-Bundesliga 7. Neustadt: Eine feste Größe im Speedway-Zirkus 8. Jugendarbeit im MSC Neustadt a.d. Donau 10. Pfaller und Kirchhammer: Zwei Vorsitzende die den MSC Neustadt prägten 11. Mit Oldtimer voll im Trend 12. Verkehrsprobleme in Neustadt/Donau Neustadt/Donau 13. Soziales, gesellschaftliches und sportliches Engagement des MSC
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1. Von der Gründung bis zu den ersten Erfolgen – die Anfänge des MSC Neustadt Mei liaba, heit i's g'scheit kalt drauß'n— Posthalter, host scho warm ei'g'hoazt— Posthalterin, hast a'guate Brotzeit im Haus— also nacha, Männer sitzt's eich nieda— heit ham's no was Wichtigs ausz'macha ... So oder ähnlich konnte sich der Dialog zugetragen haben, als sich in den ersten Februartagen des Jahres 1951 einige begeisterte Motorsportfreunde im Hotel Post in Neustadt zusammenfanden, um über die Gründung eines Motorsportclubs im ADAC in der Stadt Neustadt zu sprechen. Es waren, wie man landläufig sagt ,,die Männer der ersten Stunde“, seit vielen Jahren erfahrene und interessierte Motorsportfreunde, die sich zum Ziel gesetzt hatten, in Neustadt eine Vereinigung von Kraftfahrern und Motorsportfreunden auf Vereinsebene ins Leben zu rufen. Es waren dies: Andreas Erdl, Hotelier Max Euringer, Fuhrunternehmer Josef Pollin, Kfz-Meister und Fahrlehrer In diesem kleinen Kreis war man sich an diesem ersten Abend sehr rasch darüber einig, in Neustadt einen Motorsport-Club im ADAC zu gründen und dazu unverzüglich die notwendigen Schritte im Einvernehmen mit dem ADAC Gau Südbayern einzuleiten. Die drei Motorsportfreunde, selbst seit Jahren bereits aktiv im benachbarten Orts-Club tätig, nahmen also mit dem Gau Südbayern des ADAC Verbindung auf, um Näheres über die Voraussetzungen zur Vereinsgründung zu erfahren. Die Bemühungen waren erfolgreich, denn bereits am 20. Februar 1951 fand dann im Hotel Post in Neustadt/Donau die Gründungsveranstaltung statt, zu der der damalige Geschäftsführer Lehner, bei allen Mitgliedern des Gaues ,,Papa Lehner“ genannt, nach Neustadt kam, um die versammelten Mitglieder über die Ziele und die Arbeit des ADAC aus erster Hand zu informieren. In dieser Veranstaltung wurde bereits die erste Vorstandschaft gewählt. Sie bestand aus: 1. Vorsitzender: Dr. Hans Auers, prakt. Arzt 2. Vorsitzender: Andreas Erdl, Hotelier Schriftführer: Sebastian Ringistetter, Stadtinspektor Schatzmeister: Hans Englert, Sparkassenleiter Sport- und Tourenleiter: Max Euringer, Fuhrunternehmer Stellv. Sportleiter: Josef Pollin, Kfz-Meister u. Fahrlehrer Beisitzer: Anton Treffer, Steinbruchbesitzer Kassenprüfer: Alfons Kirzinger, Fabrikant Das in der ausgezeichnet besuchten Gründungsversammlung Gehörte war damals sicherlich auf fruchtbaren Boden gefallen, denn im März 1951 zählte der Motorsportclub Neustadt a. d. Donau bereits 104 Mitglieder. Der Motorsportclub Neustadt a. d. Donau im ADAC war also gegründet. In der Folgezeit bestand die Vereinsarbeit vornehmlich in regelmäßigen monatlichen Zusammenkünften in Form von Clubabenden. Als Vereinslokal hatte man das Hotel Post bestimmt. 1. Vorsitzender Dr. Hans Auers, ein Mann der Gesellschaft, verstand es außerordentlich gut, diese Zusammenkünfte nett und interessant zu gestalten. Sportliche ErfolgeDoch bald blieb es nicht mehr bei den örtlichen Veranstaltungen. Bereits im Gründungsjahr (im Juni 1951) veranstaltete man eine erste gemeinsame Ausfahrt, an der sich viele Clubmitglieder mit ihren Angehörigen beteiligten. Die Fahrt ging zum Spitzingsee und zum Forsthaus Valepp. Nach dieser ersten großen Ausfahrt zeigte sich bereits, dass sich eine Vereinigung von Kraftfahrern und begeisterten Motorsportlern zusammengefunden hatte, die gewillt war, die satzungsgemäß eingegangenen Ziele des ADAC zu verwirklichen. Hier hatten sich Idealisten zu gemeinsamer uneigennütziger Arbeit um die Belange des Kraftfahrwesens verpflichtet, die der damals ständig steigenden Zahl der Kraftfahrer und der beginnenden Motorisierung in unserem Land in jeder Weise dienlich sein sollte. Es war vor allem die satzungsgemäß eingegangene Verpflichtung zu sportlicher Ertüchtigung der Kraftfahrer durch motorsportliche Veranstaltungen und Wettbewerbe. Insbesondere gehörte dazu auch die Pflege allseitiger Kameradschaft unter den Mitgliedern. Dass dies in den Reihen des Motorsport-Clubs Neustadt in hohem Maße gelungen war, beweisen viele Veranstaltungen, an denen sich der MSC mit recht guten Erfolgen beteiligte. So belegten die Neustädter 1954 bei der Frühlingsfahrt Raduno/Meran den vierten Rang und bei der Rallye Meran im darauffolgenden Jahr konnte der MSC dank Georg Weinbauer sogar einen Sieg verbuchen. Pressestimmen: “Neustädter bei der ADAC-Gauwertungsfahrt—Rosenheim war das Ziel von 35 Kraftfahrzeugen aus Neustadt.“ In den Nachmittagsstunden des letzten Samstag und am Sonntag starteten 35 Fahrzeuge des ADAC zur Gauwertungsfahrt nach Rosenheim. 20 Autos und 15 Motorräder waren es, die es sich nicht entgehen ließen, wiederum diesem kleinen Club, der schon so oft seine Rührigkeit bewiesen hat, die ganze Unterstützung in seinem Vorhaben zu gewähren. Die Rallye Meran am 15./16./17. April 1955 brachte für den MSC Neustadt einen besonderen Erfolg. 1. Vorsitzender Georg Weinbauer startete dazu mit seinen beiden Begleitern Max Euringer und Bert Ringlstetter am 12. April 1955 in Umeö/Schweden. Die Fahrt von Schweden nach Meran ging über eine Distanz von rund 3000 km. Die Neustädter Teilnehmer in dieser Rallye belegten in der Einzelwertung mit Schorsch Weinbauer den 1. Platz, und in der Gruppenwertung den 3. Platz. Insgesamt hatten sich an dieser Rallye 10 Fahrzeuge beteiligt. Eine weitere Notiz im Neustädter Donau-Anzeiger: „Große Erfolge der Neustädter ADAC-Ortsgruppe - Sie errang bei der internationalen ADAC-Fahrt nach Meran den fünften Platz in der Gesamtwertung.“ Oft schon hat die ADAC-Ortsgruppe Neustadt bewiesen, dass sie in ihren Reihen Mitglieder hat, die erfüllt von einem großen Vereinsidealismus immer wieder am Werke sind, die Gedanken des ADAC zu verwirklichen, die aber auch ihren Stolz darein setzen, Neustadts Namen außerhalb unserer Grenzen Ehre zu machen. Oft schon ist es ihnen gelungen, in Gauwertungsfahrten schöne Preise nach Hause zu bringen. Viel vorbereitende Arbeit und Willenskraft zu persönlichen Opfern gehören dazu, als eine der kleinsten Ortsgruppen in Bayern große Erfolge zu erringen. Und hier ist es gerade die immer unermüdliche Vorstandschaft, die die Mitglieder durch ihr Beispiel zu gemeinsamer Tat ermuntert. Am letzten Sonntag galt es, erstmals den Sprung über die Grenzen Deutschlands zu machen, nach Italien, in das Land der deutschen Sehnsucht, nach Meran. Gegen ein internationales Aufgebot von 617 Wagen aus den europäischen Ländern galt es, zwölf Neustädter Wagen zum Erfolg zu führen. Dass dies gelang, beweisen die Preise, die die Neustädter Mannschaft mit in unsere Stadt bringen konnte. So errang in der Einzelwertung 1. Vorstand Weinbauer nach einer Fahrt von Skagen, der äußersten Stadt Dänemarks den 3. Preis, ein Erfolg, über den sich der ganze Club freut. Großartig schnitt aber auch der Club insgesamt ab. Als erster Sieger aus dem Gau Südbayern hervorzugehen, ist schon ein großartiger Erfolg, aber in der Gesamtwertung als fünfter, gefolgt von Wien, vor allen ausländischen Clubs abzuschneiden, erfüllt unsere ADAC-Mannschaft mit großem Stolz und ganz Neustadt freut sich mit den unermüdlichen ADAC-lern. Ein schöner silberner Pokal reiht sich nun würdig in die anderen Ehrenpreise ein. „Raduno Automobilistico Internationale, Merano 10.-11.4.1954“ lautet die einfache Aufschrift auf diesem Pokal, die von einem Tulpenblatt mit Eichenlaub geschmackvoll umhüllt wird. So einfach diese Aufschrift ist, so beinhaltet sie doch so viele Erlebnisse, die den Teilnehmern an dieser Sternfahrt nach Meran unvergesslich bleiben. Als gegen Abend die ersten Wagen in Neustadt eintrafen, wurden die „Italienfahrer" schnell umringt und zu ihrem Erfolg beglückwünscht! Eine große Anzahl von schönen Pokalen, im Clublokal Hotel Post sorgfältig aufbewahrt, zeugen von all diesen schönen und sicherlich für die Teilnehmer erfolgreichen und interessanten Veranstaltungen. Gesellschaftlich aktivVon Anfang an hatte der MSC Neustadt neben den allmonatlichen Clubabenden regelmäßige motorsportliche Veranstaltungen abgehalten. Es gehörten zum festen Jahresprogramm Bildersuchfahrt, Fuchsjagd, gesellschaftliche Ausfahrt, Fahrt zum Oktoberfest nach München, sowie eine Nikolausfeier. Der gesellschaftliche Höhepunkt während des Jahres war der große Faschingsball im Clublokal. Diese Veranstaltungen, ob motorsportlicher oder gesellschaftlicher Natur, sind immer gut und mit Interesse seitens der Clubmitglieder und aller Motorsportfreunde aus Neustadt und Umgebung besucht worden.
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